Warum ist Meine Stellenanzeige nicht bei Indeed auffindbar?

Wenn Deine Stellenanzeige bei Indeed nicht auffindbar ist, könnte dies an bestimmten Richtlinien für Stellenanzeigen und Stellentitel liegen, die Du möglicherweise übersehen hast. In diesem Artikel möchten wir Dir eine Übersicht über die wichtigsten Regeln von Indeed geben und anhand von praktischen Beispielen zeigen, wie Du Deine Anzeigen optimieren kannst, dass einer Ausspielung bei Indeed nichts mehr im Wege steht.

1. Klare und angemessene Stellentitel

Regel: Jobtitel / Stellentitel sollten den tatsächlichen Job klar widerspiegeln, so wie er auf einer Visitenkarte erscheinen könnte. 

Beispiele für Jobtitel:

  • Erlaubt: „Softwareentwickler (m/w/d)“, „Marketing Manager (m/w/d)“
  • Verboten: „Dringend gesucht!!! Softwareentwickler“, „Marketing Manager – 1.500,- € Startprämie“

Ein klarer und präziser Jobtitel hilft den Bewerbern, sofort zu erkennen, um welche Position es sich handelt. Vermeide übertriebene oder irreführende Titel, da diese als Clickbait angesehen werden und die Sichtbarkeit Deiner Anzeige beeinträchtigen können.

Was ist Clickbait?

Clickbait bezeichnet Titel oder Überschriften, die darauf abzielen, die Aufmerksamkeit der Nutzer zu erregen und sie dazu zu bringen, auf den Link zu klicken, oft indem sie übertriebene oder irreführende Informationen verwenden. In der Regel enthält Clickbait sensationelle Aussagen oder Versprechungen, die nicht unbedingt durch den Inhalt des Artikels oder der Anzeige gedeckt, oder an spezielle Bedingungen geknüpft sind. Dies führt oft zu Enttäuschung und Frustration bei den Nutzern, da die erwarteten Informationen oder Inhalte nicht geliefert werden.

Clickbait kann nicht nur die Glaubwürdigkeit Deiner Anzeigen schädigen, sondern auch dazu führen, dass sie von Indeed herabgestuft oder entfernt werden, da sie als irreführend betrachtet werden.

2. Keine diskriminierenden Inhalte

Regel: Stelle sicher, dass Jobtitel und die Stellenanzeigen-Beschreibungen keine Inhalte enthalten, die als unangemessen oder anstößig betrachtet werden könnten. Dies schließt diskriminierende Sprache in Bezug auf Geschlecht, Rasse, Alter, sexuelle Orientierung usw. ein. Diese Regelungen stehen im Einklang mit dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Deutschland, das Diskriminierung am Arbeitsplatz verbietet. Ähnliche Regelungen gibt es auch in Österreich (GlBG) und der Schweiz (BehiG / GlG).

Beispiele für anstößige Inhalte:

  • Verboten: „Junger, dynamischer Mitarbeiter gesucht“, „Weibliche Verkäufer bevorzugt“
  • Erlaubt: „Erfahrener Verkäufer (m/w/d) gesucht“, „Engagierter Mitarbeiter (m/w/d) gesucht“

Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Deutschland schützt vor Diskriminierung aus Gründen wie Geschlecht, Alter, Rasse, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung oder sexueller Identität. Es ist wichtig, dass Deine Stellenanzeige diese gesetzlichen Vorgaben einhält, um rechtliche Konsequenzen und die Herabstufung oder Entfernung der Anzeige durch Indeed zu vermeiden.

3. Vermeidung von Keyword-Stuffing

Regel: Überlade den Jobtitel nicht mit Schlüsselwörtern, um in mehr Suchergebnissen zu erscheinen. Diese Praxis wird als Manipulation des Systems angesehen und kann zu einer reduzierten Sichtbarkeit des Jobposts führen.

Beispiele für Keyword-Stuffing:

  • Verboten: „Softwareentwickler, Programmierer, Entwickler, IT-Spezialist (m/w/d) gesucht“
  • Erlaubt: „Softwareentwickler (m/w/d)“

Ein übermäßig mit Schlüsselwörtern gefüllter Titel wirkt unprofessionell und kann vom Indeed-Algorithmus negativ bewertet werden. Konzentriere Dich auf ein oder zwei relevante Keywords, die den Job am besten beschreiben.

Erlaubt ist Beispielsweise „Softwareentwickler / Programmierer (m/w/d) für Webentwicklung“

4. Transparenz und Authentizität

Regel: Stellenanzeigen müssen reale, aktuell verfügbare Jobs darstellen. Job-Posts, die darauf abzielen, Bewerber für potenzielle zukünftige Stellen zu sammeln (Pipelines), sind nicht zulässig. Der Inhalt der Jobanzeige muss original und nicht aus anderen Quellen kopiert sein.

Beispiele für authentische Anzeigen:

  • Erlaubt: „Wir suchen einen erfahrenen Softwareentwickler (m/w/d) für unser Team in Berlin.“
  • Verboten: „Immer auf der Suche nach talentierten Entwicklern“ (für Pipeline-Positionen)

Stelle sicher, dass jede Anzeige für eine spezifische, verfügbare Position geschrieben ist und genaue Informationen über den Job enthält. Dies stellt sicher, dass Bewerber wissen, worauf sie sich einlassen und dass die Anzeige den Richtlinien von Indeed entspricht

Für weitere Details und spezifische Richtlinien besuche den Hilfe-Bereich von Indeed

Was tun, wenn Meine Anzeige immer noch nicht sichtbar ist?

Falls Deine Stellenanzeige trotz Einhaltung dieser Richtlinien nicht auf Indeed sichtbar ist, gibt es einige Schritte, die Du unternehmen kannst:

  1. Überprüfe die Anzeige auf Richtlinienverstöße: Gehe erneut die oben genannten Punkte durch und stelle sicher, dass Deine Anzeige in keiner Weise gegen die Richtlinien von Indeed verstößt.

  2. Anzeige überarbeiten und neu einreichen: Manchmal kann es hilfreich sein, die Anzeige zu überarbeiten und neu einzureichen. Überprüfe die Formulierungen und strukturiere den Text klar und prägnant.

  3. Kontaktaufnahme mit Indeed-Support: Wenn Du sicher bist, dass Deine Anzeige alle Richtlinien erfüllt, wende Dich an den Indeed-Support. Dies kannst Du über die Hilfeseite von Indeed tun.
  4. Sichtbarkeits-Optionen prüfen: Erwäge, Deine Anzeige zu sponsern, um ihre Sichtbarkeit zu erhöhen. Gesponserte Anzeigen erscheinen oft weiter oben in den Suchergebnissen und können so mehr Aufmerksamkeit erhalten.

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